Ein fernsteuerbarer LKW Epoche III

Mo-Miniatur LKW MB3500

Es gibt ein schönes Modell eines Lastwagens aus der Epoche III : Mercedes MB 3500 von Mo-Miniatur

Die Idee war, daraus ein fernsteuerbares Modell zu bauen. Den äußerlich schönen LKW liefert der Bausatz, es fehlen noch

  • Antrieb
  • Lenkung
  • Fernsteuerung

Die Anregung lieferte der Lanz Bulldog von Siku, den ich sofort nach dem Erscheinen auf dem Markt erworben habe.

Siku Lanz Bulldog mit Siku-Control in 1:32

Den Lanz Bulldog habe ich mit einigem Aufwand von Infrarot-Fernbedienung auf Funkfernsteuerung umgebaut; es fehlt jetzt allerdings der Sound - ich bin noch auf der Suche nach einem passenden Modul und vor allen Dingen der zugehörigen Sounddatei. Bisher ohne Erfolg.

Der Spielwert ist für mich allerdings hinter den Erwartungen zurück geblieben; es ist einfach auf meiner Anlage zu wenig Platz zum Fahren.

Nachdem der LKW-Bausatz nunmehr 14 Jahre in der Schublade gelegen hat habe ich mir vorgenommen, ihn zumindest als rollfähiges Modell zusammen zu bauen. Allerding ist im Bausatz vorgesehen, die Räder fest an die Achsen zu kleben. Die Modellierung ist zwar sehr detailgenau, aber für stabile Klebeverbindungen nicht geeignet.

Deshalb habe ich auf einiges an Vorbildwiedergabe unter dem Modell verzichtet und eine neue Hinterachse und eine einschlagbare Vorderachse eingebaut. Die Hinterachse (2mm) benötigte nur entsprechende Lager. Die Vorderachse ist eine Neukonstruktion, realisiert mit dem 3D-Drucker.

Als Achsstummel dienen abgelängte und glatt gefeilte Stiftnägel.

Die Ansicht von unten zeigt Vorderachse eingebaut und Hinterachse in Lagerhülsen, ebenfalls aus dem 3D-Drucker.

Die Standprobe war zufriedenstellend. Der Rest sollte eigentlich normaler Modellbau sein - eigentlich !

Ein Resin-Modell hatte ich bisher noch nicht bearbeit und so musste ich mich erst mit den Unzulänglichkeiten im Vergleich zu üblichen Kunststoffbausätzen vertraut mache:

  • alle Teile müssen entgratet werden und teilweise nachgefeilt werden
  • Kleben geht nur mit Sekundenkleber, vorrangig als Gel-Kleber
  • Lackieren ohne vorherige Grundierung kann man vergessen
  • einige Filigranteile wie Spiegelhalterung, Schaltstock usw werden zur Geduldsprobe

Mein Modell sollte blau glänzend werden mit rotem Fahrgestell, lackiert mit Paintbrush. Das ging so wie gewohnt nicht! Die Tamiya-Farben Acryl glänzend dringen nicht in die feinen Strukturen ein. Da hatte ich mit den Matt-Farben bisher keine Probleme. Also wurde das Gehäuse mit handelsüblichen Lack aus der Spaydose lackiert.

Das fertige Modell darf man nicht mit den üblichen Maßstäben und durch die Lupe betrachten, aber der allgemeine Eindruck ist gerade noch befriedigend:

Zusammenfassung:

Nie wieder ein Resin-Modell !

Für Interessierte und gegebenenfalls andere Modelle habe ich die Unterlagen für die Lenkachse in einem Download  zusammengestellt, inklusive der CAD-Files zum Modifizieren der einzelnen Komponenten. Die Spurstange ist einfach nur ein entsprechend zurecht gebogener Draht.

 

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