Umfirmierung Kesselwagen 5899

 Kesselwagen DEA 1

Mir fehlte ein Kesselwagen, der zur Anlage in Größe und Epoche passt. Einen 4-achsigen EVA-Kesselwagen aus einer Startpackung habe ich wieder verkauft, da genau diese Eigenschaften nicht stimmig wahren.

Es gibt sehr schöne 2-achsige Modelle, die aber hochpreisig gehandelt werden. Also reifte die Idee, ein preiswerteres Modell 5899 zu erwerben und farblich anzupassen. Die Ausgangsbasis war für 90 Euro zu ersteigern:

Marklin 5899

Der Aufwand für die Umfirmierung von einem bayrischen Chemiegut Kesselwagen auf einen Tankewagen der DEA sollte überschaubar sein:

  • Umlackieren des Kesselaufbaus
  • Anbringen der neuen Firmenbeschriftung

Die DEA existierte übrigens bis 1966 und wurde dann von der TEXACO übernommen, also passend zu meiner Bahnepoche.

Zunächst mal wurde der Kessel abgeschraubt und von allen Anbauteilen befreit. Es war alles nur angeclipst und problemlos zu entfernen. Lediglich ein von unten in den Kessel eingedrückter Zapfen leistete etwas Widerstand. Danach noch die Nachbildung der Entleerungsstutzen, deren Clipse im Kessel verriegelten. Aber mit einem Schraubendreher konnte durch den Kessel von oben das Teil herausgehebelt werden.

Danach war der Kessel von allen Teilen befreit:

Die Beschriftungen habe ich mit feinem Schmirgel abgeschliffen, damit sie unter dem neuen Lack nicht noch als Erhebung zu erkennen sind. 

An allen anderen Teilen und insbesondere am Fahrgestell habe ich nichts geändert, ausser das die Wagentafeln neue Beschriftungen in Form von Abziehbildern bekommen haben.

Hier die Anbauteile:

. . . und das Fahrgestell:

Der Kessel wurde schwarz-grau gespritzt (Paintbrush) 

Die Abziehbilder kommen von Andreas Nothaft, den den Shop www.modellbahndecals.de betreibt: 

In dieser Technik war ich ungeübt, aber ich habe die Schiebebilder heil raufbekommen. Die Deckkraft weiße Symbole auf schwarzem Untergrund ist nicht ganz befriedigend. Ich lass das mal als "leicht verschmutzt" durchgehen. Den gesamten Kessel habe ich dann mit Acrylspray Edding 5200 lackiert, um die Decals wie empfohlen zu sichern und den Lack grifffest zu machen.

Alles wieder zusammen gebaut sieht das dann so aus:

Das Hochspannungswarnzeichen reflekiert hier übermäßig durch den Winkel zur Kamera. Auf der Anlage gibt der modifizierte Kesselwagen ein stimmiges Bild ab:

Zusammenfassung:

Operation gelungen !

Umlackieren mit Paintbrush war kein Thema. Das Abringen der Decals eigentlich auch nicht, aber entweder ist der Untergrund zu rauh oder die Deckkraft der weißen Flächen zu gering. Es sollte aber auch kein Premium-Modell werden, sondern nur gut auf meine Anlage passen - und das tut es !

 

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